Donnerstag, 13. November 2008

Happy Birthday Loriot

Die Relevanz seines Zynismus hat keine Spur an Bedeutung eingebüßt.



Auf das Du noch viele Jahre vor Dir hast!
Ich habe Dir zu Ehren ein Orchester einfliegen lassen, please n-joy:

Pino Forastiere - Why Not?

Montag, 10. November 2008

Studie zu Studiengebühren veröffentlicht

Huuuch, da ist sie ja! Der Bildungsgipfel ein paar Wochen zurück und siehe da, die lang ersehnte "His-Studie", die durchaus auch für sich hätte stehen können, ist aus den Untiefen der Ministerschublädchen aufgetaucht.
Hieraus lässt sich ablesen, wie sich diese Zahl der 18.000 Studienberechtigten, die sich 2006 aus finanziellen Gründen gegen ein Studium entschieden haben zusammensetzt.

Schon vor 3 Tagen schrieb Thorsten Stegemann auf Telepolis folgendes:

Verunsicherte Studenten, sensible Frauen

Bei der Bewertung der HIS-Analysen stellte sich das Bundesbildungsministerium wie erwartet nicht der zentralen Frage, wie auf Dauer 40 Prozent eines Jahrgangs zu Akademikern ausgebildet sollen, wenn sich Tausende junger Menschen gegen ein Studium entscheiden - aus finanziellen und sozialen Gründen, persönlichen und praktischen Erwägungen oder wegen der anhaltenden Verunsicherung, die eine an vermeintlichen Eliten und sogenannten wissenschaftlichen Spitzenleistungen orientierte Reformpolitik mit sich bringt.

Studierende erwarten Qualität fürs Geld lautet der seltsame Kommentar, der den akademischen Nachwuchs zum zahlenden Kunden machen und ernüchternde Zahlen in eine Erfolgsstatistik umbiegen will.

Von aufgegebenen Studienplänen ist keine Rede – die Einführung der Campusmaut habe lediglich bei 3,6 Prozent der Studienberechtigten "zu Verunsicherung" geführt. Zudem reagierten Frauen und Studienberechtigte aus hochschulfernen Elternhäusern "sensibler" auf die aktuellen Entwicklungen als andere Gruppen. Es folgen die üblichen Gemeinplätze, mit denen die zuständige Ministerin Annette Schavan (CDU) nun schon seit ihrem Amtantritt durch die Republik pilgert. Dass sich seitdem wenig zum Positiven verändert zu hat, scheint sie nicht zu stören. An diesem Punkt ist Bildungspolitik dann eben wieder Ländersache.

Das Annette Schavan den Sachverhalt ganz anders sieht ist natürlich auch klar:
Aus sozialen Gründen darf niemand vom Studium abgehalten werden. (…) Auf dem Bildungsgipfel haben wir uns das klare Ziel gesetzt, mehr jungen talentierten Menschen ein Studium zu ermöglichen. Klar ist: Ein Studium lohnt sich – es ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und trägt bei zum Aufstieg durch Bildung.
Anja Gadow Mitglied im Vorstand des "freien zusammenschlusses von studentInnenschaften" (fsz), dem entgegen:
Zu allererst ist festzuhalten: Studiengebühren schrecken vom Studium ab - die HIS-Studie bestätigt unsere Befürchtungen in voller Gänze. Diese Nachricht ist nun öffentlich und statistisch repräsentativ in aller Ausführlichkeit unterlegt.
Irgendwie erinnert mich Frau Schavan an Karin Wolff ( 9 Jahre hessische Bildungsministerin, CDU), die 2007 für die Aufnahme der biblischen Schöpfungslehre in den Biologieunterricht plädierte.
Hätten die 18.000 im Bio-Unterricht mal ein wenig biblische Schöpfungslehre gebüffelt, hätten sie sich mit Sicherheit für ein Studium entschieden!
Vater unser der Standortmodifikation,
genetisch verstärkt werde dein Name.
Dein Biotop komme.
Dein Wille geschehe, wie im Tümpel so auf den Galapagos Inseln.
Unsern täglich Darwinismus gib uns heute.
Und vergib uns unsere Mutationen, wie auch wir vergeben unseren Fressopfern (für eventuelle Halsstarrigkeit).
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von Karin Wolff und Annette Schavan.
Denn dein ist der Verstand und die Erkenntnis und die Moral in Ewigkeit.

Amen.
Meine Fresse......


.pdf Download der Studie zu Studiengebühren

Quellen:
Teure Bildungsreisen auf Telepolis.de
Hinweise des Tages auf nachdenkseiten.de

Ich wünsche Ihnen allen einen erkenntnisreichen Tag im Sinne der umgekehrten 10 Gebote des Peter von Sloterdijk.

Sonntag, 9. November 2008

Der Kapital-Feudalismus

Peter Sloterdijk ist der Rächer der Enterbten, der ebenjene umzingelt, ihnen einen gesellschaftskritischen Spiegel entgegenhält, um anschließend mit einem "I'm singing in the rain" gemütlich davon zu schlendern.
Ich liebe ihn! :)
Aber ich bin ja auch in meinem jugendlichen Leichtsinn für allerhand zu begeistern.

Wie dem auch sei, dieses Interview mit ihm in der Sendung Vis à Vis, moderiert von Frank A. Meyer, hinterlässt einen bleibenden Eindruck auch bei Menschen die weniger stark zu begeistern sind als meiner Einer.

Es geht hier im Grunde um die viel beschworene, beschwatzte, verteufelte und polemisierte Finanzkrise aus philosophischer Sichtweise. Welche historischen Wurzeln sie hat. Wer en détail Verantwortung trägt, bzw sie von sich schiebt. Welche menschlichen Instinkte und Regeln bestimmen unser Verständnis, Handeln und Fühlen? Wozu führt das?

Ganz besonders spannend fand ich die Ausführungen Sloterdijks zu den oberen 10 Mio., die Multimillionäre, die im Begriff sind eine neue Spezies Mensch zu formen --> Der Kapital-Feudalismus

Genug geschwafelt, man lasse den Meister selbst reden:

Welchen Stellenwert hat eigentlich der Philosoph in unserer Gesellschaft, und was für einen Einfluss kann er nehmen? Die kritische Auseinandersetzung des Philosophen mit sich und seiner Umwelt mag dieses Bild verdeutlichen: (click)
Hasch mich, ich bin der Frühling... -.-

Quelle: Der Betonblog

Samstag, 8. November 2008

Mutterliebe

Warum sind wir so, wie wir sind? Wer oder was sind die Ursachen für Gefühle, Verstand, Gesinnung und Wahrnehmungen im Allgemeinen?
Sind es die Gene, oder ist es unsere Prägung? Beides? Hierüber streiten sich, seit einigen Jahrzehnten, die Experten jeder Couleur. Ich persönlich bin der Meinung, dass sowohl die genetische Grundsubstanz, als auch die Prägung uns zu dem machen was wir sind. Das Eine baut auf dem Anderen auf. Es ist ein großer Malkasten in dem die Farben vorbestimmt sind, die Leinwand hingegen ist nur in ihrer Form vorgegeben.

Eine besondere Rolle im Werden nimmt unsere Mutter ein, oder die Rolle der Mutter. In unseren frühen Jahren, und dies zumindest gilt als bewiesen, ist die Beziehung zur Mutterfigur das Wichtigste überhaupt. Hier werden Grundsteine gelegt. Werde ich eine Frohnatur, ein Angsthase, spitzbübisch, leidenschaftlich? Inwieweit diese Grundsteine sich noch im Laufe der Jahre verändern können ist Teil der heutigen Forschung und ich glaube damit werden wir uns noch eine lange Zeit beschäftigen.

Vom psychologischen zum sozialpädagogischen Aspekt:
Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es eine breitgefächerte Wertediskussion, in der "family values" eine große Rolle spielten. Diese war so schnell abgebuttert, dass man gar nicht wissen konnte was eigentlich im Endeffekt dabei heraus kam. PISA und Familienwerte waren die großen Schlagworte, mitunter auch Kommerz und Finanzierung.

Wir haben erkannt, dass große Teile der Sozialpädagogik vom weiblichen Geschlecht besetzt sind. Hierzu ein Auszug eines Interviews aus Spiegel_Online mit Wolfgang Bergmann, seines Zeichens Erziehungswissenschaftler:

SPIEGEL ONLINE: Weil in Kindergärten und Grundschule fast nur Frauen arbeiten?

Bergmann: Das hat sicher damit zu tun. Es geht aber mehr um diese generelle Antigewalt-, Antikörperlichkeit-, Antimännlichkeitserziehung. Auch die männlichen Pädagogen haben ja dieses seltsame Umhüllungs- und Friedensideal soweit übernommen, dass es schnurz ist, ob ein Mann oder eine Frau verantwortlich ist. Wenn heute im Kindergarten beim Ballspielen eine Fensterscheibe zu Bruch geht, wird doch sofort der Morgenkreis einberufen. Jungen haben heute kaum noch die Fähigkeit, sich selbst in ihrer Körperlichkeit, in ihrer männlichen Durchsetzungsfähigkeit kennenzulernen. Sie werden mit Teilen ihrer Männlichkeit überhaupt nicht mehr bekannt.

In Zahlen sieht die weibliche Besetzung des Fachs so aus.
Stellt man diese Fakten zusammen, kann man die politische Lösung des Vaterschaftsurlaubs einer von der Leyen nur gutheißen. Es ist wirklich eine sinnvolle Änderung unserer Sozialstruktur, zumindest könnte man das meinen! Wie gut das tatsächlich wird, schaun mer mal.

Auf all diese Zusammenhänge geht Frau Dr. Barbara Schweder -
(geboren 1963 in Wien. Studium der Anthropologie und Zoologie in Wien und North Carolina, USA. Forschungsassistentin und Lektorin an der Universität Wien. Seit 1993 freiberuflich tätig, Forschungsschwerpunkte sind Partnerwahl, Geschlechtsunterschiede beim Menschen und Osteologie.)
- in einem Interview mit Peter Schipek von den Brainlogs ein. Es trägt den Titel: Mutterliebe - Warum sie uns stark macht. Weshalb sie bedroht ist. Wirklich lesenswert wie ich finde.

Nachtrag: Wie der Zufall so will, bin ich nach einer Stunde auf diesen Artikel des Citronengras-Blogs gestoßen: Eine Anwältin und ein nacktes Kind auf einem Fahrrad in Müchen

Mit blau angelaufenen Mundwinkeln sitzt ein 1 1/2 jähriges Mädchen nackt auf dem Kindersitz eines Fahrrades. Die Mutter, eine 32-jährige Rechtsanwältin aus Schwabing, radelte mit dem schlotternden Kind am letzten Montag bei windigen Wetterverhältnissen und 11 Grad Außentemperatur durch die Sandstraße, als sie einer Polizeistreife auffiel. ...weiterlesen

Buenas dias!

Dienstag, 4. November 2008

Happy Birthday USA


It's time for a change! Ich gratuliere von dieser Stelle aus dem neuen Präsidenten der USA, und wünsche der ganzen Welt mit diesem Ereignis alles Gute. Denn ich habe das Gefühl, dass sehr viel von diesem Mann abhängig sein wird. Abgesehen von den wichtigen politischen Entscheidungen die dieser Mann zu fällen hat, ist es von zunehmender Bedeutung, dass die Amerikaner sich selbst neu erfinden. Sie sind eben doch eine recht junge Kultur, dies hat man auch wieder im Wahlkampf schön beobachten können.

Was passiert nun mit diesem Volk, wenn es von einem farbigen Präsidenten geführt wird? Was passiert mit dem Volk, wenn es von Barrack Obama geführt wird? Er ist meine Erachtens stark und charismatisch genug den Amis eine neue Identität zu verschaffen, die auch nachwirken könnte wenn nach Obama Jab Bush Präsident wird.

Inwieweit es tatsächlich möglich sein wird eine komplette Legislaturperiode zu bestreiten ohne mind. einen Krieg zu führen wird die Zukunft uns zeigen. Wenigstens einmal einen zu erwischen, der es schafft den Sirenengesängen der Waffenlobbyisten zu entgehen...

Note to myself:
Ähnliches Glückwunschschreiben für den neuen Präsidenten von Bangladesh verfassen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

WAZZAAAAUP?

Dieser Ausspruch hat eine ganze Generation geprägt, nämlich meine! Um das Jahr 2000 machte ein wirklich lustiges Werbevideo der Firma Budweiser weltweit Furore. Unglaublich, dass das schon wieder so lange her ist. Kommt mir eher vor als wäre es Gestern. Dieses berühmte Video erlebt nun eine etwas melancholische Wiedergeburt: Wassup 2008.

Diesmal geht es allerdings nicht um leicht verträgliches Dünn-Bier, sondern um einen Wandel. Welchen Wandel? Man sehe selbst:

1. Das Original von 2000 (Wie ich solche Nostalgie-Trips liebe)

2. Wassup 2008

Mittwoch, 29. Oktober 2008

PES?!

Ja, PES! Wieder so ein Kandidat, der mir die Socken auszieht. PES ist ein Stop-Motion und Kurzfilmemacher über den ich gestolpert bin als ich auf Youtube irgendwas gesucht habe. Ein gewisser Michel Gondry sagte über ihn:

"Clicking on a PES film is to open a safe and suddenly see a million ideas glittering and exploding. The only reason you close the door is to re-open it just after and discover what will pop this time."
- Paste Magazine, 2008
Na, wenn das schon Herr Gondry sagt, muss man ja quasi die nächsten Vids konsumieren!

1. Human Skateboard by PES

2. Western Spaghetti by PES

3. Roof Sex by PES


Mehr gibt es auf seine(m)(r)

Youtube-Channel PESfilm
Website eatPES.com